Hintergrundbild

Anästhesiologie

Wichtige Verhaltensregeln vor einer Anästhesie (dies betrifft sowohl die Allgemein- als auch die Regionalanästhesie):

  • 6 Stunden vor der Anästhesie dürfen Sie nichts mehr essen (auch kein Bonbon, Kaugummi o.Ä.) und nicht mehr rauchen
  • 6 bis 2 Stunden vor der Anästhesie dürfen Sie noch Wasser oder Tee trinken (keine Milch und keinen Alkohol)
  • 2 Stunden vor der Anästhesie nichts mehr trinken
  • Die verordneten Medikamente sollen auch am Operationstag mit einem Schluck Wasser genommen werden. Dies bespricht der Anästhesist mit Ihnen in der Anästhesiesprechstunde.


Angebot / Leistungen

Allgemeinanästhesie (“Vollnarkose”)
Während einer Allgemeinanästhesie ist Ihr Bewusstsein ausgeschaltet. Der Patient wird in einen künstlichen Tiefschlaf versetzt, die Schmerzempfindung ausgeschaltet und die Reflexe werden gedämpft. Mittels moderner Anästhesieverfahren kann die jeweilige Anästhesietiefe den Bedürfnissen des einzelnen Patienten angepasst werden.

Regionalanästhesie (“Teilnarkose”)
Während einer Regionalanästhesie wird die betroffene Körperregion unempfindlich gemacht – der Patient bleibt dabei wach. Auf Wunsch kann ein beruhigendes Medikament verabreicht werden (“Sedation”)
Grundsätzlich unterscheidet man folgende Arten der Regionalanästhesie:

Spinalanästhesie
Ein Lokalanästhetikum (örtliches Betäubungsmittel) wird im Lendenwirbelbereich unterhalb des Rückenmarks in die Nähe der Nerven gespritzt. Diese seit Jahrzehnten bewährte Technik wird vor allem für Eingriffe der unteren Körperregion angewendet. Für geplante Kaiserschnittoperationen ist die Spinalanästhesie die Methode der Wahl.

Periduralanästhesie
Zur Schmerzlinderung bei der Geburt oder nach grösseren Eingriffen kann ein Katheter in die Nähe der Rückenmarksnerven gelegt werden, über welchen kontinuierlich ein Lokalanästhetikum verabreicht wird.

Periphere Nervenblockaden
Durch die ultraschallgesteuerte Blockade einzelner Nerven oder Nervenbündel mit Lokalanästhetika können einzelne Körperregionen unempfindlich gemacht werden. Diese Art von Regionalanästhesie kommt vor allem bei Operationen im Schulterbereich, bei Ellbogen- und Handoperationen, aber auch für Eingriffe am Knie- oder Sprunggelenk zum Einsatz.
Bei schmerzhaften Eingriffen kann durch die Einlage eines feinen Katheters die Wirkung verlängert und damit eine effiziente Schmerzbehandlung in den ersten Tagen nach der Operation erzielt werden. Dieses Verfahren kann mit einer Spinal- oder Allgmeinanästhesie kombiniert werden.

Intravenöse Regionalanästhesie
Bei diesem Verfahren wird das Betäubungsmittel direkt in eine Vene der blutleeren Extremität gespritzt. Mit dieser einfachen Methode werden vor allem kurz dauernde Eingriffe im Handbereich durchgeführt.

Örtliche Betäubung
Kleinere Eingriffe (z.B. Porteinlage, Schmerzstimulator) können oft vollständig in örtlicher Betäubung durchgeführt werden. Hier besteht die primäre Aufgabe des Anästhesieteams darin, den Kreislauf und die Atmung des Patienten zu überwachen.

Grundsätzlich werden alle wichtigen Organfunktionen bei allen Narkoseformen lückenlos mit modernsten Geräten überwacht. Zu jeder Tages- und Nachtzeit ist in der Klinik ein Dienstarzt anwesend. Ausserdem sind Ihre behandelnde Ärztin oder Ihr behandelnder Arzt oder seine Stellvertretung bei Bedarf jederzeit durch die Klinik erreichbar. Unsere Pflegestationen sind durchgehend in Betrieb, und rund um die Uhr hat eine Operations- und Anästhesie-Equipe Bereitschaftsdienst.

Drucken